Herkunft und Namensgebung

Ihre Heimat sind die Nordstaaten Nordamerikas.

Ihre Wurzeln reichen angeblich bis in das Jahr 1850 zurück. 1861 wurden die "Gentle Giants" bereits als eigenständige Rasse erwähnt. 1895 war die beste Katze der ersten offiziellen Katzenausstellung Nordamerikas im Madison Square Garden in New York City ein Maine Coon Kastrat namens Cosie. Leider geriet die Maine Coon durch die Einführung exotischer Rassen wie die Siam immer mehr in Vergessenheit. Um 1992 galt die Maine Coon praktisch als ausgestorben. Erst in den 50er Jahren wurde die "neue" "alte Rasse" wiederentdeckt. 1953 wurde "The Central Maine Coon Club" gegründet. 1973 erhielt die Maine Coon einen offiziellen Standard und Ausstellungsstatus. Heute zählt sie zu den beliebtesten Rassekatzen und ist auf Ausstellungen zahlreich vertreten und nicht mehr wegzudenken.

Bei der Namensgebung spielte sicherlich auch der Staat "Maine" eine große Rolle. Bei dem Wörtchen Coon ist man sich nicht ganz einig. Man nimmt an, dass es sich dabei um eine Ableitung des Worts "racoon" (Waschbär) handelt. Denn der typische buschige Schwanz der Maine Coon erinnert sehr stark an den eines Waschbären.

Das Wesen der Maine Coon

Wer einmal eine Maine Coon sein Eigen nennen durfte, weiß weshalb die Rasse so beliebt ist. Sie haben einfach einen zauberhaften, völlig unkomplizierten Charakter. Sie sind sehr anschmiegsame und liebesbedürftige Familienmitglieder. Nicht immer bedeutet das, dass sie auch auf den Schoß genommen werden wollen. Manche bevorzugen ihre Schmusestunden lieber indem sie sich schnurrend an die Beine schmiegen und gestreichelt werden.

Ihr Wesen ist ruhig und ausgeglichen. Deshalb ist die Rasse gerade bei Familien mit kleinen Kindern sehr beliebt. Hin und wieder hat sie natürlich auch ihre Temperamentsausbrüche. Diese Laune kommt schubweise und erfordert den sofortigen Einsatz des Zweibeiners. Denn wenn einer Maine Coon der Sinn nach Spielen steht, kennt sie kein Pardon!! Dann heißt es Fellmäuse schleudern und Bällchen werfen!!! Wenn Ihnen ihre Wohnungseinrichtung lieb ist!! :)))

Zudem ist die Maine Coon eine gesellige Katze und sollte nicht als Einzelkatze gehalten werden. Außerdem haben zwei oder mehr Katzen auch kein Problem damit, wenn "Ihr Personal" tagsüber für mehrere Stunden nicht anwesend ist. So kommt auch keine Langeweile auf. Denn über kurz oder lang kann es bei unzufriedenen Katzen zur Unsauberkeit und Introvertiertheit kommen.

Was sie sich von ihrem Zuhause wünscht!

Eigentlich ist die Maine Coon eine sehr anspruchslose Katze. Aber natürlich können Sie auch ihr mit kleinen Dingen eine besondere Freude machen. Verschaffen Sie ihr die Möglichkeit regelmäßig Frischluft zu schnappen. Auch im Winter lieben sie es stundenlang dazuliegen und die Vögel zu beobachten. Ein Freigehege oder ein gesicherter Balkon ist also das non plus ultra für jede Maine Coon.

Gerade durch ihr langes Fell ist die Bildung von Haarballen fast unvermeidlich. Deshalb sollten sie ihr mit Katzengras und Maltpaste Abhilfe verschaffen. Auch geeignet ist ein wenig Butter, die vom Finger geschleckt werden kann.

Auf die üblichen Wünsche, wie ein sauberes Katzenklo oder ein Kratzbaum usw. brauche ich wohl an dieser Stelle nicht einzugehen..

Pflege

Obwohl die Maine Coon über eine üppige Haarpracht verfügt, ist sie eine pflegeleichte Katzenrasse. Es genügt vollkommen sie einmal pro Woche gründlich zu bürsten. Beim Fellwechsel auch 2 bis 3 mal. Deshalb sollte man jedes kleine Wuschelmonster von klein auf an die Fellpflege gewöhnen. Dazu eignet sich am besten ein Kamm mit rotierenden Stiften um evtl. Knoten auszukämmen. Die rotierenden Stifte vermeiden, dass es beim Auskämmen ziept. Anschließend eine Zupfbürste um die abgestorbenen Haare zu entfernen. Wer es genau nimmt verwendet danach noch einen feinen Kamm und eine Naturhaarbürste um den Glanz verstärken. Aber das muss wirklich nicht sein. Außer sie wollen Ausstellungen besuchen.